LED Straßenlampen Umrüstung

Aus dem Schlitzerboten vom 16. Mai 2014

 

Im vergangenen Jahr beschloss die Stadtverordnetenversammlung die Umrüstung der Straßenlaternen auf LED-Technik.

So gelangte die Stadt noch an einen Bundeszuschuss, der diese Maßnahme mit 20 Prozent der Kosten gefördert hat. Ursprünglich hat man mit Investitionen von 1.035.000 Euro gerechnet. Die Ausschreibung der Umrüstungsmaßnahmen hat aber gezeigt, dass es auch mal billiger geht. "Wir gehen jetzt von einem Investitionsvolumen von rund 750.000 Euro aus", so Bürgermeister Hans-Jürgen Schäfer. "Finanziert wird die Maßnahme durch den Bundeszuschuss und einen äußerst günstigen KfW-Kredit, der bereits für die Haushaltsjahre 2014 und 2015 etatisiert ist". Vor einigen Wochen hat das städtische E-Werk einige Straßenlaternen mit der neuen Technik als Probelaternen umrüsten lassen, um Helligkeit, Abstrahlwinkel und Aussehen zu testen. "Jetzt geht es los mit der Umrüstaktion", gab Klaus Lüders, der technische Leiter des Schlitzer E-Werks vergangenen Donnerstag bei einem Pressetermin bekannt. Die Schlitzer Elektrofirma Peiker + Heil hatte die Ausschreibung gewonnen und mit ihrem Hubwagen gleich einmal vorgeführt, wie eine solche Umrüstung vonstatten geht. Der alte Kopf der Straßenlaterne wird komplett abgeschraubt und das alte Kabel abgezogen. Das neue Zuleitungskabel wird in dem Laternenmast angeschlossen und der neue Kopf mit LED-Leuchtmittel aufgesetzt, ausgerichtet und fest geschraubt. Knapp 15 Minuten benötigen zwei Arbeiter mit dem Hubwagen, um eine Straßenlaterne umzurüsten.

"Nächste Woche kommt die erste große Lieferung von 200 LED-Köpfen. Bis Ende des Jahres wollen wir ca. 1000 Lampen umgerüstet haben", berichtet Klaus Lüders. Michael Peiker von Peiker + Heil pflichtet im bei: "Das ist zu schaffen".

Insgesamt, so Lüders, haben wir im Schlitzerland 1870 Straßenleuchten. Die verbrauchen im Jahr rund 600.000 KWh Strom. Durch die Umrüstung sparen wir gut 400.000 KWh jährlich ein und erfüllen so die Förderkriterien:

- Einsatz von LED-Technik

- CO²-Reduzierung um mindestens 60 Prozent (d.h. Reduzierung des Stromverbrauchs um mindestens 60 Prozent)

- mindestens gleiches Beleuchtungsniveau wie bisher.

In Zahlen ausgedrückt sinken für die Stadt Schlitz zukünftig die Stromkosten für die öffentliche Beleuchtung von 166.000 Euro auf 56.000 Euro und es werden jährlich 250 to. CO² eingespart. Die Kosten der Umrüstung sollen sich in rund sechs Jahren amortisiert haben.

"Bei der Planung des Umrüstkonzeptes haben wir gleich berücksichtigt, möglichst wenig verschiedene Leuchtentypen einzusetzen. Es wird nachher im Schlitzerland nur noch vier Leuchtentypen geben. Das vereinfacht die Lagerhaltung und erzielt einen weiteren Spareffekt", so Lüders bei der Vorstellung der Lampen. "Den größten Anteil haben mit 1600 Stück die Industrielampen".

"Für den Schlosspark wird es vergleichbare Zylinderleuchten mit LED-Technik geben und im Stadtkern werden die "Altstadtleuchten" mit LED umgerüstet, um den Altstadtcharakter zu erhalten. Zusätzlich gibt es an den Hauptstraßen noch 40 Überspannungsleuchten", ergänzt Bürgermeister Schäfer.

Die Umrüstaktion wird ca. ein Jahr dauern.

(Im Bereich Kreuzweg und "Auf der Hall" in Höhe der Altenwohnanlage sind die ersten Lampen umgerüstet).