Tag der offenen Tür

Aus dem Schlitzerboten vom 22. September 2013

Hutzdorf

Das Interesse am heimischen Handwerk ist groß. Dies zeigt die hohe Zahl der Besucher, die am Sonntag die Möglichkeit nutzten, die neuen Werkstätten von Malermeister Wolfgang Wenzel und Schreinermeister Bernd Groh zu besichtigen. "Wir sind überrascht, über den großen Zuspruch", freuten sich die beiden Handwerksmeister.

Bereits am vergangenen Freitag hatten sie Geschäftspartner, Familienangehörige, Freunde und Mitglieder der städtischen Gremien zu einem kleinen Empfang eingeladen. Bürgermeister Hans-Jürgen Schäfer überbrachte die Glückwünsche des Magistrats und hob hervor, dass es diese Betriebe seien, in dieser Größe, die das wirtschaftliche Rückgrat der Bundesrepublik bilden. "Sie, Familie Wenzel, und sie, Familie Groh, haben sich im Vorfeld sicherlich oft gefragt, lohnt sich der Neubau, rechnet er sich? Wie wird es dann weitergehen? Sie blicken in die Zukunft und haben sich positiv entschieden. Sie haben neue Werkstätten gebaut und neue Arbeitsplätze geschaffen; sie bereichern das wirtschaftliche Leben in unserer Stadt. Von der positiven Entwicklung der letzten Jahre hat auch das Handwerk profitiert und dadurch haben wir so schöne Ergebnisse wie hier in der Lindenstraße in Hutzdorf". Das Stadtoberhaupt dankte für die Einladung und wünschte den beiden Firmeninhabern "allseits prallvolle Auftragsbücher".

Ortsvorsteher Frank Döring sprach auch die beiden Ehefrauen Monika Groh und Marion Wenzel an, die hinter ihren Männern stehen und sie zu diesem Schritt mit den neuen Werkstätten ermutigt haben. Endlich verdiene sich die Lindenstraße auch die Bezeichnung Industriegebiet. Döring hob aber auch das ehrenamtliche Engagement von Wolfgang Wenzel und Bernd Groh hervor. "Wenn immer es etwas im Dorf gibt, die beiden sind sofort dabei und bringen ihre Fachkenntnis und ihre Arbeitskraft zum Wohle des Dorfes mit ein".

Bernd Groh und Wolfgang Wenzel blickten in ihren Reden auf die Firmenanfänge zurück. Die Meisterschule, der gewagte Schritt in die Selbstständigkeit, der Start in engen räumlichen Verhältnissen. Immer, so die beiden Firmeninhaber, seien es ihre Ehefrauen gewesen, die wichtige berufliche Entscheidungen hinterfragt, durchgerechnet und abgewogen haben.

So auch bei den beiden neuen Werkstätten. "Handwerk ist Teamarbeit, nicht nur in der Firma, auch in der Familie", betonten die beiden. Bernd Groh und Wolfgang Wenzel stellten noch einmal die heimischen Firmen vor, welche die neuen Werkshallen gebaut haben und bedankten sich für die gute Arbeit: Peiker und Heil, Elektroarbeiten; die Firmen Gluck und Metzendorf, Fundament und Außenarbeiten; Fa. Armin Schneider, Zimmerei; Horst Diehl, Wärmepumpen; Fritz Schienbein, Sanitäranlagen und Firma Klaus Kruppert, Malerarbeiten. Auch die geladenen Gäste folgten dem Wunsch der beiden Firmeninhaber und verzichteten auf Geschenke, sondern spendeten für die Schlitzer Kinderkrebshilfe.

Passend zum "Tag des Handwerks" vergangenen Samstag, waren die beiden neuen Werkshallen am Sonntag für ein breites Publikum geöffnet. Der große Zuspruch gab den beiden Firmeninhabern Recht, es hatte schon "Volksfestcharakter", was da in der Hutzdorfer Lindenstraße geschah. Die Kinder tollten auf dem großen Gelände umher, die Grillwürstchen dufteten, die Älteren saßen bei Kaffee und Kuchen zusammen, einige gönnten sich ein Bierchen nach ihrem Kreuzchen bei der Bundestags- und Landtagswahl und Mario Wöllhard sorgte mit seinen Folksongs für den "guten Ton".

Immer wieder zogen Gruppen Interessierter durch die Werkshallen und die "Grillzange für die Kinderkrebshilfe" fand reißend Absatz. Befreundete Handwerker wie Fritz Schienbein und Horst Diehl nutzten die Möglichkeit, ihre Arbeiten und Produkte in den Werkshallen zu präsentieren. Es war ein "Tag des Handwerks", der viele nach Hutzdorf lockte.

Nicht nur die Familien Groh und Wenzel waren von dem Zuspruch überwältigt, auch Dieter Hämmelmann als Vertreter der Schlitzer Kinderkrebshilfe, denn die darf jetzt auf eine schöne Spende hoffen.